Dornach in Kürze

Namensherkunft

Der Name Dornach leitet sich ab von Tornacho (1223), Tornegg (1307) und Tornach (1402) und soll vom keltolateinischen «fundus turranicus» (Gut des Turranius) herkommen. Bewiesen ist eine Niederlassung aus der Bronzezeit im Gebiet von Dornachbrugg. Erste Funde gehen hingegen auf das Jahr 8000 vor Christus zurück.

Ortsnamen auf «- ach» werden auf gallo-römische Siedlungen zurückgeführt.

Mit dem damaligen Latifundienwesen steht auch der Name «Dornach» in Verbindung. Seine ursprüngliche Form verdankt er wohl der alteingesessenen keltischen Bevölkerung, welche dem Namen eines römischen Kolonisten die Endung «-ach» anfügte und somit ein jenem von der Obrigkeit verliehenes Landgut bestimmte.

Wappen von DornachDas Wappen von Dornach zeigt zwei abgekehrte Angeln und ist gleichzeitig das Wappen der Efringer. Sie sind Besitzer des Schlosses Dorneck von 1394 bis 1485 gewesen.

Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 577 ha, wovon 257 ha Wald sind; das Baugebiet beträgt 170 ha. Das Netz an ausgebauten Strassen misst 25 km. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt mit 687 m ü.M. im Eichenberg-/Hilzenstein-Gebiet, der tiefste mit 291 m ü.M. bei der Birsbrücke in Dornachbrugg.

Wohnbevölkerung

Die Zuwachsraten der Wohnbevölkerung Dornachs lagen, bedingt durch Wanderungsgewinne, seit 1850 in allen Zählperioden über dem gesamtschweizerischen Mittel. Am grössten war die relative Bevölkerungszunahme in den Jahrzehnten unmittelbar vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Die ersten Wachstumsspitzen widerspiegeln vorab die wirtschaftliche Dynamik der 1895 gegründeten Metallwerke. Entwicklungsimpulse gingen in den 1920er Jahren auch von der Niederlassung der anthroposophischen Bewegung aus. Im Vergleich mit anderen Gemeinden des Basler Agglomerationsgürtels sind die nach dem Zweiten Weltkrieg erzielten Zuwachsraten mässig.

Bevölkerungsentwicklung:

1800    531 Personen
1850    840 Personen
1900 1'543 Personen
1950 3'572 Personen
1987 5'702 Personen
1997 5'850 Personen
2000 5'808 Personen
2005 6'223 Personen
2006 6'218 Personen
2007 6'213 Personen
2008 6'210 Personen
2009 6'317 Personen
2010 6'356 Personen
2011 6'438 Personen
2012 6'446 Personen
2013 6'605 Personen
2014 6'658 Personen
2015 6'693 Personen
2016 6'742 Personen


Dornach lebt aber nicht nur in der Vergangenheit. Unser Dorf bietet gute Einkaufsmöglichkeiten, gute Schulen und schöne Anlagen für die Erholung, und es ist Bezirkshauptort und regionales Zentrum. Das Gemeindegebiet ist mit einem herrlichen Waldgürtel umgeben und lädt zum Wandern ein.

Lage

Im Osten grenzt Dornach an die beiden Dorneckberger Gemeinden Gempen und Hochwald. Gute Beziehungen bestehen auch zu den anderen Nachbargemeinden Aesch, Arlesheim, Duggingen und Reinach im Kanton Basel-Landschaft.

Verkehr

Der Bahnhof Dornach/Arlesheim an der Linie Basel - Delémont nimmt einen dominierenden Platz ein. Die Tramlinie 10 der BLT verbindet die Gemeinde mit der Stadt Basel. Mit der Buslinie 64 ist die Querverbindung ins Leimental gewährleistet. Die Linie 65 führt nach Pfeffingen und mit Bus Nr. 62 ist das Industriegebiet Kägen verbunden. Die Orts-Buslinie 66 bedient die verschiedenen Ortsquartiere und schafft Verbindung zum Bahnhof und zur Tramstation. Die Postautolinie Nr. 67 verbindet Dornach, Gempen und Hochwald.

Jugend

Unsere Kinder haben vom Kindergartenalter bis zum Schulabschluss die Möglichkeit, in Dornach eine lebendige Schule zu besuchen. Die Kindergartenklassen sind in zwei Gebäuden beim Schulhaus 'Brühl' untergebracht. Es stehen folgende Schulanlagen zur Verfügung: «Brühl» mit der Aula, das Schulhaus «Bruggweg» mit der alten Turnhalle und am «Gwändweg» ein Hallenschwimmbad, eine Turnhalle und die Hauswirtschaftsschule.

Die Sportanlage Gigersloch mit Clublokal bietet mit der Finnenbahn und der neu erstellten Beach-Volleyballanlage sinnvolle Freizeitgestaltung. Grössere Anlässe wie Bezirksturntage, Faustball- und Volleyballturniere, Gymnastikwettkämpfe und Fussballausscheidungen finden hier statt.

Vereine

Das Zusammengehörigkeitsgefühl im Dorf zeigt sich im ungezwungenen Zusammensein in den vielen Vereinen und Gesellschaften. Die Übungs- bzw. Trainingsstunden können Sie dem Wochenblatt entnehmen. Die einzelnen Vereine finden Sie unter:

Senioren

Am Hügelweg in Dornachbrugg, verkehrstechnisch günstig und doch ruhig gelegen, steht die Alterssiedlung, getragen von der Einwohner- und der Bürgergemeinde. Eingeweiht wurde sie 1973. Nach einer umfassenden Sanierung der Liegenschaft 'Hügelweg' stehen gesamthaft 9 Einzimmer- und 24 Zweizimmer-Wohnungen zur Verfügung.

Mit dem Alters- und Pflegeheim Wollmatt wurde am 17. August 1991 ein zweckmässiges, komfortables und äusserst modernes Bauwerk im Dienstleistungssektor eröffnet. Das Heim ist für die neun Stiftergemeinden Bättwil, Dornach, Gempen, Hochwald, Metzerlen, Rodersdorf, Seewen und Witterswil eine Bereicherung im sozialen Gemeindeleben.

Verschiedene Organisationen sind bestrebt, älteren Menschen das Wohnen in der gewohnten Umgebung in Dornach, die Aufrechterhaltung der Selbständigkeit, verbunden mit den bisherigen sozialen Kontakten, zu ermöglichen und zu erleichtern.

Angeboten werden: Kranken- und Hauspflegedienst, Mahlzeitendienst, Mittags-Club, Vermittlung von Begleitpersonen, Haushalthilfedienst für Betagte und SOS-Nachbarschaftshilfe.


Schützenswerte Bauten und Sehenswürdigkeiten

Dornachbrugg

Schlachtdenkmal, Kapuzinerkloster, Kantonale Verwaltung, Dorfkern Dornachbrugg, alte Birsbrücke mit der Nepomuk-Statue

Oberdornach

Heimatmuseum, altes Pfarrhaus (heute Bürgerhaus), Gemeindeverwaltung (altes Schulhaus), Dorfkern, Schlossruine Dorneck und Goetheanum


Kirchgemeinden

Das Kirchgemeindehaus (Timotheus-Zentrum) am Gempenring 16 ist Begegnungsort der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde. Hier finden die Gottesdienste, aber auch Versammlungen und Ausstellungen statt.

Das Gotteshaus der römisch-katholischen Kirchgemeinde am Bruggweg 104 wurde 1938/39, als erste Kirche in Sichtbeton, erbaut. Im Kirchenunterbau wurden Räume für Aktivitäten der vielen Gruppierungen und Vereine der Pfarrei geschaffen.