Schul- und Sportinfrastruktur

Die Sportinfrastruktur der Gemeinde Dornach ist dezentral auf die drei Standorte Gigersloch, Widen und Bruggweg / Gwänd verteilt und genügt nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Während die Aussensportanlagen quantitativ ausreichend bemessen sind, herrscht bei den Innensportanlagen akuter Mangel. Qualitativ zeigt sich auch bei den Aussenanlagen Handlungsbedarf. Die Anlagen müssen zudem die Bedürfnisse sowohl der Schulen wie jene der Sportvereine und der individuellen Bewegung abdecken. Als wachsende Gemeinde möchte Dornach diese Situation für die Zukunft nachhaltig verbessern und ein bedarfsgerechtes Angebot bereitstellen.

Gross ist der Handlungsbedarf aber auch bei der Schulinfrastruktur. Raumknappheit besteht auf allen Schulstufen. Bei den Gebäuden des Sekundarschulstandorts herrscht zudem baulicher und funktionaler Handlungsbedarf.

Da die Schulen einer der wichtigsten Nutzer der Sportanlagen sind, hat die Gemeinde die Schulraumplanung mit dem Konzept zur Entwicklung der Sportanlagen verbunden und eine Machbarkeitsstudie zur raumplanerischen, zeitlichen und finanziellen Machbarkeit in Auftrag gegeben (Gemeindesportanlagenkonzept GESAK und Schulraumplanung). Der Gemeinderat hat die Studie an seiner Sitzung vom 4. September 2017 behandelt, den Lösungsansatz gutgeheissen und die Konkretisierung der Arbeiten in Auftrag gegeben.

Im Kern können die Resultate der Machbarkeitsstudie wie folgt zusammengefasst werden:

Sportanlagen

Die Aussensportanlagen konzentrieren sich im Gebiet Widen, mit einer neuen Querung zum Schulareal. Von grossem Nutzen und damit vorteilhaft sind unter anderem die direkte Nachbarschaft der Aussensportanlagen zu den Schulanlagen, die gute Erreichbarkeit und die lärmunempfindliche Umgebung. Mit den heutigen Besitzverhältnissen können 1.5 Fussballfelder realisiert werden. Langfristig anzustreben sind zwei oder drei Felder, was Landerwerb seitens der Gemeinde bedingt.

Die Anlage Gigersloch soll langfristig als Freizeitanlage umgestaltet werden und vorwiegend dem nichtorganisierten („individuellen“) Sport und als attraktiver Erholungs- und Bewegungsraum für die Bevölkerung dienen. Sekundär stellt die Anlage eine Ausweichoption für den Fussballclub dar. Der Standort der Innensportanlagen wird beibehalten; eine neue Dreifachsporthalle wird am heutigen Standort Gwänd erstellt, die Schwimmhalle wird aufgegeben. Die Mehrzweckhalle am Bruggweg 72 wird mittelfristig beibehalten. Während der Bauzeit dient sie als Teilprovisorium. Langfristig soll das Gebäude ersetzt werden, allenfalls in Kombination mit weiteren Bedürfnissen an öffentlicher Infrastruktur.

Schulanlagen

Für die Sekundarstufe wird ein Neubau erstellt, ausgelegt für 6 Klassen und mit angedachter Erweiterung auf 9 bis 12 Klassen. Diese Vorgaben sollen im Rahmen eines Architekturwettbewerbs studiert werden. Der Neubau wird zusammen mit den Sporthallen in einem einzigen Gebäude am Standort Gwänd erstellt. Das Schulgebäude am Bruggweg 70 wird abgerissen.

Die Primarschule Brühl wird beibehalten und um 3 Klassen und eine Bibliothek erweitert. Die Schulleitung wird in den Neubau der Sekundarschule ausgelagert.

Mit dem Bevölkerungswachstum wird langfristig ein komplettes zweites Primarschulhaus nötig sein (Kindergarten, 6 Klassen, 1-fach Turnhalle). Das vorliegende Konzept lässt hierfür mehrere Standorte offen, entweder im Neubaugebiet Widen, beim heutigen Areal Brühl oder am Bruggweg.
Im weiteren Vorgehen ist eine öffentliche Informationsveranstaltung vorgesehen und es soll der Bevölkerung in einer noch zu bestimmenden Weise die Möglichkeit gegeben werden, am Konzept mitzuwirken.

18-04-2018 Studie Schulraum und GESAK_Dornach  [PDF, 12.0 MB]